an Geldfach 31.708
neues Siegel AKP-110 · Kapitel 13
Die unsichtbare Unterschrift
Für Mira fast wie eine Bankkarte.
Mira prüft Ziel und Betrag, gibt ihre PIN ein und tippt auf Freigeben. Der sichtbare Ablauf ist einfach. Im Hintergrund erzeugt die Wallet mit dem geschützten Geheimschlüssel eine digitale Unterschrift für genau diese Zahlungsanweisung.

Drei Zustände – nicht einer
Gesendet. Eingang erkannt. Noch nicht bestätigt.
Am Obststand kauft ein Mann drei Äpfel für 300 Satoshi. Seine Wallet meldet „gesendet“. Linas Anzeige erkennt den Eingang. Trotzdem ist die Zahlung noch nicht im gemeinsamen Geldbuch dokumentiert.
Klicke die drei Zustände der Reihe nach an.
Ein Händler kann bei einem kleinen Einkauf vorher Vertrauen schenken. Der technische Status bleibt trotzdem: noch nicht bestätigt.
Ein Käufer · zwei Anweisungen
Dieselbe PIN. Zwei verschiedene Zahlungen.
Nach den Äpfeln kauft der Mann eine Zange für 1.200 Satoshi. Er benutzt wieder dieselbe PIN. Trotzdem müssen zwei unterschiedliche Freigaben entstehen, denn Ziel und Betrag sind nicht gleich.
Die PIN bleibt gleich. Das digitale Siegel muss für jede Zahlungsanweisung neu passen.
an Geldfach 74.506
neues Siegel BMiras Vermutung im Test
Die PIN ist nicht die digitale Unterschrift.
Keya stellt auf einer Lernwallet eine Zahlung über 300 Satoshi ein. Mira gibt die PIN ein. Das Gerät öffnet sich – aber ein Freigabenachweis ist noch nicht erzeugt. Dann verändert Keya den Betrag auf 301 Satoshi.
Probiere die Schritte aus. Die Anzeige zeigt, welche Rolle die PIN wirklich hat.
Noch ist nichts geöffnet oder unterschrieben.
Drei Rollen sauber trennen
Tür. Schlüssel. Siegel.
Die Begriffe wirken ähnlich, erfüllen aber ganz verschiedene Aufgaben.
PIN
öffnet die Wallet auf diesem GerätSie ist Miras kurzer Bedienweg. Eine neue PIN würde nur das Gerät schützen.
Geheimschlüssel
bleibt verborgenDie Wallet verwendet ihn intern. Mira soll ihn weder zeigen noch versenden.
Digitale Unterschrift
passt zur genauen AnweisungAndere Rechner können sie prüfen, ohne den Geheimschlüssel zu erfahren.
Was das Netzwerk sieht, ist der prüfbare Freigabenachweis – nicht der geheime Zugang selbst.
Vertrauter Ablauf – anderer Hintergrund
Für Mira fühlt es sich fast wie eine Bankkarte an.
Von oben wirken beide Wege einfach. Mira prüft, bestätigt und sieht nur wenige sichtbare Schritte. Die vielen Prüfungen liegen darunter.
Bankkarte
Betrag prüfen → Karte oder PIN → bestätigen
Das Händlerkonto ist normalerweise bereits im Gerät und Zahlungsdienst hinterlegt.Wallet
Ziel und Betrag prüfen → PIN → freigeben
Bei einer direkten Walletzahlung prüft Mira zusätzlich das öffentliche Geldfach.Händlergerät → Zahlungsdienst → Banksysteme → Kontenbuch
Digitale Freigabe → viele Prüfcomputer → gemeinsames Geldbuch
Keyas Erinnerungsbild
Ein Lichtbrief auf dem Weg ins Geldbuch.
Das Bild erklärt nicht jede mathematische Einzelheit. Es hält den Zusammenhang fest, den Mira für die nächsten Stationen braucht.
Beginne mit der Tür.
Was die Prüfcomputer fragen
Drei Fragen entscheiden über den technischen Weg.
Passt das digitale Siegel?
Der Nachweis muss genau zu Geldfachnummer und Betrag passen. Wird aus 300 später 3.000, passt das Siegel nicht mehr.
Ist die Zahlung nach den Regeln möglich?
Die Rechner prüfen, ob ausreichend Satoshi vorhanden und noch verfügbar sind.
Ist die Zahlung im gemeinsamen Geldbuch dokumentiert?
Regelgültig und im Netzwerk angekommen ist noch nicht dasselbe wie bestätigt.
Die Technik kann erkennen, ob eine freigegebene Anweisung nachträglich verändert wurde. Sie kann nicht für Mira wissen, ob sie von Anfang an das richtige Geldfach ausgewählt hat.
Nicht auswendig lernen
Den Zusammenhang prüfen.
Vier Fragen sichern die Rollen von PIN, Geheimschlüssel, digitaler Unterschrift und Bestätigung. G4 entsteht erst, wenn Mira auf der nächsten Station auch den Weg durch das Netzwerk verstanden hat.
Was bewirkt die PIN?
Warum braucht jede geänderte Zahlung einen neuen Freigabenachweis?
Was können andere Rechner prüfen?
Wann ist eine Zahlung bestätigt?
Ordne die vier Rollen richtig zu.
Mehr als die Hälfte des Rings
G4 ist vorbereitet – aber noch nicht vollständig.
Mira versteht nun Tür und Siegel. Für die vierte Grundlagenkarte fehlen noch Prüfung und Geldbuch: Wie erreichen Nachrichten viele Rechner, warum sehen sie Zahlungen in verschiedener Reihenfolge und wann entsteht eine gemeinsame Bestätigung?