Kryptopolis · Grundlagenring

KP-080 · Kapitel 10

Die Wallet ohne zwölf Wörter

Ein Geschenk. Ein fehlender Zugang.

Eine neue Wallet, eine bekannte PIN und ein freundliches Versprechen: Das Geschenk wirkt praktisch. Doch Mira hat das Gerät nicht selbst eingerichtet. Sie muss herausfinden, ob sie damit wirklich einen eigenen Zugang besitzt – oder nur eine Tür, zu der jemand anders noch den Ersatzschlüssel hat.

GerätWallet gesperrtPIN4729Offene FrageWer kennt die zwölf Wörter?
Ein freundlicher Fremder überreicht Mira eine bereits eingerichtete Wallet.
EIN WILLKOMMENSGESCHENK„Du musst nur zugreifen.“Doch wer hat den Zugang zuerst eingerichtet?

Das Angebot

Eine Reserve-Wallet klingt zunächst vernünftig.

Der Mann mit den kupferfarbenen Brillengläsern hält Mira ein silbernes Etui hin. Die Wallet darin sieht neu aus. Er nennt sie ein Sicherheitspolster für fünfhundert oder tausend Satoshi.

Mira: „Muss ich dafür etwas unterschreiben?“

Der Mann: „Kein Antrag. Kein Warten. Nur ein Geschenk.“

Der Mann: „Sobald du etwas darauf übertragen hast, besitzt du eine sichere Reserve.“

Auf der Rückseite verläuft eine winzige Kerbe, als hätte dort einmal ein Aufkleber geklebt. Hinter dem Mann flackert auf einem Wegweiser kurz ein schiefes grünes Quadrat.

RESERVE-WALLETGESPERRT
PIN EINGEBEN••••Die PIN wurde mitgegeben.

Eine PIN kann dieses Gerät öffnen. Sie verrät noch nicht, wer den geheimen Schlüsselzugang kontrolliert.

Vergleichen statt vertrauen

Miras eigene Wallet und das Geschenk sehen ähnlich aus. Entstanden sind sie völlig verschieden.

Keya nimmt Mira die Entscheidung nicht ab. Sie bittet sie nur, beide Zugänge miteinander zu vergleichen.

MEINE WALLET

Selbst eingerichtet

  • Die zwölf Wörter wurden nur Mira gezeigt.
  • Sie kennt die öffentliche Geldfachnummer.
  • Sie hat die Wallet selbst gesperrt und die PIN gewählt.
  • Sie kann den Zugang mit den Wörtern wiederherstellen.
Kontrolle nachvollziehbar
GESCHENK-WALLET

Von jemand anderem eingerichtet

  • Mira kennt nur eine mitgelieferte PIN.
  • Die zwölf Wörter wurden bereits früher angezeigt.
  • Unklar ist, wer sie gesehen oder notiert hat.
  • Das neue Gehäuse beweist keine alleinige Kontrolle.
Kontrolle ungeklärt
Ein Gerät kann in Miras Hand liegen, während der entscheidende Zugang trotzdem noch jemand anderem gehört.

Die Spur im Gerät

„Sicherung bereits angelegt.“

Die Wallet funktioniert. Genau das macht sie gefährlich: Ein funktionierendes Gerät kann den falschen Eindruck vermitteln, der Zugang sei sicher.

SCHRITT 1WALLET GEÖFFNET

Die PIN öffnet das Gerät. Noch ist nicht geklärt, wer die Wiederherstellungswörter besitzt.

GELDFACH64.1180 SATOSHI VERFÜGBAR
Der entscheidende Hinweis

Die Wiederherstellungswörter wurden bei der Ersteinrichtung angezeigt. Mira war dabei nicht anwesend.

Gerätsschutz ist nicht Zugangskontrolle

Eine neue PIN würde nur dieses Gerät schützen.

Mira könnte die PIN ändern. Das würde verhindern, dass jemand dieses eine Gerät mit der alten PIN öffnet. Es würde aber keinen Schlüssel auf einem anderen Gerät verändern.

Wer die zwölf Wörter kennt, kann auf einer passenden neuen Wallet denselben Schlüsselbund wiederherstellen und später dieselben ausgebbaren Einträge nutzen.

„Er hat mir also eine Tür geschenkt und den Ersatzschlüssel behalten.“
GERÄTPINöffnet diese Tür
WIEDERHERSTELLUNG12 WÖRTERkönnen einen zweiten Zugang aufbauen
ENTSCHEIDENDWer kontrolliert den geheimen Zugang?

Bevor Geld fließt

Soll Mira Satoshi auf die Geschenk-Wallet übertragen?

Wähle nicht nach Aussehen oder Bequemlichkeit. Prüfe, ob Mira die Kontrolle über den Zugang erklären kann.

NOCH OFFENPrüfe die Kontrolle, bevor du Geld überträgst.

Eine sichere Entscheidung beginnt vor der ersten Zahlung.

BEWEISHÜLLENICHT BEFÜLLEN
RESERVE-WALLETGESPERRT
19.204

Eine Spur – noch keine Antwort

Mira sichert die Spur, statt vorschnell zu urteilen.

Keya legt eine durchsichtige Beweishülle auf den Tisch. Unter der Kerbe des Etuis werden verblasste Ziffern sichtbar: 19.204.

Vielleicht gehören sie zum Mann. Vielleicht zu etwas anderem. Mira schreibt die Zahl auf, entscheidet aber noch nicht, was sie bedeutet.

Glitch-Spur

Das schiefe grüne Quadrat ist wieder verschwunden. Die Wallet und die Zahl bleiben als prüfbare Spuren zurück.

In eigenen Worten erklären

Vier Fragen öffnen die erste Grundlagenkarte.

Die Karte ist keine Belohnung fürs Nachsprechen. Sie gehört Mira erst, wenn sie den Zusammenhang selbst erklären kann.

1

Warum überträgt Mira keine Satoshi auf die fremde Wallet?

2

Was darf Mira zeigen, wenn jemand ihr Satoshi senden soll?

3

Was bleibt geheim?

4

Was hilft, wenn Miras eigenes Gerät verloren geht?

0 / 4 richtig beantwortetDie Grundlagenkarte wartet noch.

Öffentlich empfangen. Geheim schützen. Gerät ersetzen können.

Grundlagenkarte G1 – Wallet und Begrüßungsgeld

Grundlagenkarte G1

Wallet & Begrüßungsgeld

Öffentlich empfangen. Geheim schützen.

Mira darf ihre öffentliche Geldfachnummer zeigen. PIN, Geheimschlüssel und Wiederherstellungswörter bleiben geschützt. Das Gerät kann ersetzt werden, solange ihre geheime Sicherung erhalten bleibt.

G1G2G3G4G5G6G7
Noch nicht freigeschaltetBeantworte zuerst alle vier Fragen richtig.

Der nächste Vorgang

Jetzt kann Mira ihre erste Flasche Wasser bezahlen.

Am Wasserstand QUELLKLAR wartet bereits die nächste Prüfung. Eine handgeschriebene Geldfachnummer klingt praktisch – doch Mira hat gerade gelernt, einen Zugang nicht nur nach seinem Aussehen zu beurteilen.

Scannen. Prüfen. Freigeben.
QUELLKLARZAHLUNG IN SATOSHI MÖGLICHNächste Frage: Stimmt das Ziel?